| Der Jaguar | |
|---|---|
| Systematik | |
| Familie | Katzen (Felidae) |
| Unterfamilie | Großkatzen (Pantherinae) |
| Gattung | Panthera |
| Art | Jaguar (Panthera Onca) |
| Größenvergleich | |
| Some rights reserved | |
Merkmale
Aussehen
Die Fellfarbe sowie das Fellmuster des Jaguars ähnelt stark dem des Leoparden weshalb viele Menschen diese zwei Großkatzen nicht auseinander halten können. Das gelb bis gelb-braun gefärbten Fell der Großkatze ist mit schwarze Kringeln versehen welche Punkte enthalten. Des Weiteren sind auf dem Kopf und Beinen schwarze Punkte zu sehen während die Unterseite weiß gefärbt ist. Der Jaguar kann bis zu 1,90m lang werden, eine Schweiflänge von 75 cm und eine Schulterhöhe von 75 cm erreichen.Trotz dieser großen Ähnlichkeit mit dem Leoparden kann man diese zwei Großkatzen anhand einiger Merkmale sehr gut auseinander halten. Im Gegensatz zum Leoparden sind die Kringel auf dem Fell des Jaguars wesentlich größer und enthalten Punkte im inneren. Ferner hat der Jaguar einen größeren Kopf, ist stämmiger gebaut, hat kürzere Beine und einen kürzeren Schweif wodurch er pitbullähnlich aussieht. Anhand all dieser Merkmale kann man die Großkatzen relativ gut auseinander halten.
Die Fellfarbe des Jaguars kann ebenfalls wie bei dem Leoparden komplett schwarz werden (siehe Melanismus). Ein schwarz gefärbter Jaguar oder Leopard wird auch als (schwarzer) Panther bezeichnet. Für weitere Informationen siehe Schwarzer Panther.
Daten
| Männchen | Weibchen | |
| Körperlänge | 100-190cm | 100-190cm |
| Schwanzlänge | 45-75cm | 45-75cm |
| Körperhöhe | 65-75cm | 65-75cm |
| Gewicht | 55-158 kg | 36-85kg |
| | ||
| Lebensgebiet | Erreichbares Alter Männchen | Erreichbares Alter Weibchen |
| Wildnis | 10-12 Jahre | 10-12 Jahre |
| Anerkannte Zoos und Schutzstellen | 20-25 Jahre | 20-25 Jahre |
| Sonstige Daten | |
|---|---|
| Beißkraft | 317,51 - 408,23 Kg (700 - 900 lb)* |
| Reißzahnlänge | 5 cm |
| Krallenlänge | 7,5 - 8,9 cm max. 9,6 cm ( 3-3,8 inch ) |
| Gebietsanspruch | 30km² - 500km² |
Schwarzer Jaguar
| Jaguare | |
|---|---|
| Von B-F-G; used with permission |
Bei Jaguaren tritt die Schwarzfärbung im Gegensatz zum Leoparden durch die Vererbung eines dominanten Gens auf. Dieses Gen bewirke eine höhere Produktion von Melanin, welches von den Melanocyten (Pigmentzellen) an das Haar abgegeben wird. Man unterscheidet den Farbstoff Melanin grundsätzlich zwischen Eumelanin, welches dem Haar eine bräunliche bis schwärzliche Färbung verleiht und Phaeomelanin, welches dem Fell eine gelbliche bis orangene Färbung verleiht. Diese besondere Art der Dunkelfärbung nennt man Melanismus.
Siehe auch Panther, Schwarzer Panther
Vorkommen
Der Jaguar ist hauptsächlich in Regenwäldern, Küstenwäldern, Savannen und Mooren zu finden. Selten lebt er im Unterholz oder in offener Landschaft. Wo auch immer der Jaguar gefunden wird, benötigt er frisches Wasser. Der Jaguar wurde in den späten 1940igern beinahe in den Vereinigten Staaten ausgerottet. Er ist da nurnoch in Mexiko zu finden.Unterarten
| Unterart | Lebensort |
|---|---|
| Panthera Onca Onca | Venezuela, Amazonas ( Regenwald ) |
| Panthera Onca Arizonensis (arizonischer Jaguar) | Mexiko |
| Panthera Onca Centralis (zentralamerikanischer Jaguar) | Mittelamerika |
| Panthera Onca Goldmani (Goldmans Jaguar) | Mexiko, Belize |
| Panthera Onca Hernadesii (mexikanischer Jaguar) | Mexiko |
| Panthera Onca Palustris | Südbrasilien |
| Panthera Onca Paraguensis | Paraguay |
| Panthera Onca Peruviana (peruanischer Jaguar) | Peru, Equador |
| Panthera Onca Veraecrusis | Texas bis Süd-Ost Mexiko |
Lebensweise
Der Jaguar ist ein Einzelgänger, der Kontakt mit Artgenossen vermeidet und sein Revier mit Kratz- und Harnspuren markiert. Er beansprucht ein Revier, in Abhängigkeit des Beutevorkommens, von einer Größe von 30 km² bis 500 km². Er hat eine große Variation an Lauten, inklusive Brüllen, Miauen und Grunzen.Ernährung
Der Jaguar ernährt sich von kleinen bis mittelgroßen Tieren. Zu seinen Nahrungsspektrum gehören Hirsche, Anacondas, Kühe, Pferde, Wildschweine, Tapire, Hunde, Füchse, Nager, Rinder, Fische, Schildkröten und andere größere oder kleinere Säugetiere. Er verspeist bis zu 25 Kg Fleisch.Jagdverhalten
Es ist nicht allzu viel über das Jagdverhalten des Jaguars bekannt. Er läuft langsam durch den Wald und achtet auf Anzeichen von Beute, an der er sich dann heranpirscht und sie mit einen Sprung aus seinen Versteck oder Hinterhalt überrascht und erlegt. Der Jaguar tötet seine Beute anders als die anderen Katzen der Gattung Panthera, er beißt mit seinen Reißzähnen zwischen die Ohren durch die Schläfe des Schädels seiner Beute und durchbohrt dabei das Gehirn. Den Schädelbiss setzt der Jaguar hauptsächlich bei Säugetieren ein. Bei anderen springt der Jaguar auf die Rückseite und zerreißt die Halswirbelsäule mit der Folge einer sofortig eintretende Lähmung der Beute. Der Jaguar ist sogar in der Lage, den Panzer einer Schildkröte zu durchbeißen um dann das Fleisch herausreißen zu können. Bei kleinerer Beute, wie Hunde, reicht ein Prankenschlag aus um den Schädel zu zertrümmern.Nach dem Töten trägt der Jaguar seine Beute zu einen abgelegenen Ort um sie dann zu verzehren. Er fängt damit bei den Nacken oder der Brust an.
Übergriffe auf den Menschen
Anders als die anderen vier Großkatzen, greift der Jaguar nur sehr selten den Menschen an. Die meisten Angriffe geschehen durch Jaguare in Gefangeschaft, meist ausgelöst durch Verängstigung.Der Jaguar und der Mensch
Bildercredits
Jaguar von Prosper973Dieser Artikel befindet sich in den Kategorien:
Katzen, Großkatzen, Bedrohte Arten, Lesenswert
Letzte Bearbeitung: 11:05, 30 Mar 2012 - Whitefoot
