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Der Jaguar
Systematik
Familie Katzen (Felidae)
Unterfamilie Großkatzen (Pantherinae)
Gattung Panthera
Art Jaguar (Panthera Onca)
Größenvergleich
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Der Jaguar (Panthera Onca) ist der drittgrößte Vertreter der Großkatzen (Pantherinae). Er ist ein im Amazonas lebender Fleischfresser welcher ebenfalls zu den Spitzenprädatoren zählt. Neben den Tigern, Löwen, Leoparden und neuerdings auch neben den Schneeleoparden zählt der Jaguar ebenfalls zur Gattung Panthera. Der Name "Jaguar" kommt von der indischen Bezeichnung "yaguar", welche soviel bedeutet wie "Der Killer, der seine Beute mit einen einzigen Sprung bezwingt". Der Jaguar ist auch eine der wenigen Katzen, die schwimmen.

Merkmale

Aussehen

Die Fellfarbe sowie das Fellmuster des Jaguars ähnelt stark dem des Leoparden weshalb viele Menschen diese zwei Großkatzen nicht auseinander halten können. Das gelb bis gelb-braun gefärbten Fell der Großkatze ist mit schwarze Kringeln versehen welche Punkte enthalten. Des Weiteren sind auf dem Kopf und Beinen schwarze Punkte zu sehen während die Unterseite weiß gefärbt ist. Der Jaguar kann bis zu 1,90m lang werden, eine Schweiflänge von 75 cm und eine Schulterhöhe von 75 cm erreichen.

Trotz dieser großen Ähnlichkeit mit dem Leoparden kann man diese zwei Großkatzen anhand einiger Merkmale sehr gut auseinander halten. Im Gegensatz zum Leoparden sind die Kringel auf dem Fell des Jaguars wesentlich größer und enthalten Punkte im inneren. Ferner hat der Jaguar einen größeren Kopf, ist stämmiger gebaut, hat kürzere Beine und einen kürzeren Schweif wodurch er pitbullähnlich aussieht. Anhand all dieser Merkmale kann man die Großkatzen relativ gut auseinander halten.

Die Fellfarbe des Jaguars kann ebenfalls wie bei dem Leoparden komplett schwarz werden (siehe Melanismus). Ein schwarz gefärbter Jaguar oder Leopard wird auch als (schwarzer) Panther bezeichnet. Für weitere Informationen siehe Schwarzer Panther.

Daten

MännchenWeibchen
Körperlänge 100-190cm 100-190cm
Schwanzlänge 45-75cm 45-75cm
Körperhöhe 65-75cm 65-75cm
Gewicht 55-158 kg 36-85kg



Lebensgebiet Erreichbares Alter
Männchen
Erreichbares Alter
Weibchen
Wildnis 10-12 Jahre 10-12 Jahre
Anerkannte Zoos und Schutzstellen 20-25 Jahre 20-25 Jahre


Sonstige Daten
Beißkraft 317,51 - 408,23 Kg (700 - 900 lb)*
Reißzahnlänge 5 cm
Krallenlänge 7,5 - 8,9 cm max. 9,6 cm ( 3-3,8 inch )
Gebietsanspruch 30km² - 500km²
* Es sind unterschiedliche Berichte über den Wert vorhanden, manchmal wird die Beißkraft des Jaguars überbewertet.

Schwarzer Jaguar

Jaguare
Von B-F-G; used with permission
Das Fell des Jaguars kann durch eine genetische Besonderheit auch dunkelbraun bis schwarz gefärbt sein. Oftmals wird ein schwarzer Jaguar auch als Panther beziehungsweise als schwarzer Panther bezeichnet. Diese Bezeichnung ist allerdings nicht ganz korrekt, denn das Wort Panther kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Leopard. Streng genommen dürfte man nur den Leoparden als Panther bzw. schwarzen Panther bezeichnen, aber mittlerweile versteht man darunter auch einen schwarzen Jaguar.
Bei Jaguaren tritt die Schwarzfärbung im Gegensatz zum Leoparden durch die Vererbung eines dominanten Gens auf. Dieses Gen bewirke eine höhere Produktion von Melanin, welches von den Melanocyten (Pigmentzellen) an das Haar abgegeben wird. Man unterscheidet den Farbstoff Melanin grundsätzlich zwischen Eumelanin, welches dem Haar eine bräunliche bis schwärzliche Färbung verleiht und Phaeomelanin, welches dem Fell eine gelbliche bis orangene Färbung verleiht. Diese besondere Art der Dunkelfärbung nennt man Melanismus.

Vorkommen

Der Jaguar ist hauptsächlich in Regenwäldern, Küstenwäldern, Savannen und Mooren zu finden. Selten lebt er im Unterholz oder in offener Landschaft. Wo auch immer der Jaguar gefunden wird, benötigt er frisches Wasser. Der Jaguar wurde in den späten 1940igern beinahe in den Vereinigten Staaten ausgerottet. Er ist da nurnoch in Mexiko zu finden.

Unterarten

UnterartLebensort
Panthera Onca Onca Venezuela, Amazonas ( Regenwald )
Panthera Onca Arizonensis (arizonischer Jaguar) Mexiko
Panthera Onca Centralis (zentralamerikanischer Jaguar) Mittelamerika
Panthera Onca Goldmani (Goldmans Jaguar) Mexiko, Belize
Panthera Onca Hernadesii (mexikanischer Jaguar) Mexiko
Panthera Onca Palustris Südbrasilien
Panthera Onca Paraguensis Paraguay
Panthera Onca Peruviana (peruanischer Jaguar) Peru, Equador
Panthera Onca Veraecrusis Texas bis Süd-Ost Mexiko

Lebensweise

Der Jaguar ist ein Einzelgänger, der Kontakt mit Artgenossen vermeidet und sein Revier mit Kratz- und Harnspuren markiert. Er beansprucht ein Revier, in Abhängigkeit des Beutevorkommens, von einer Größe von 30 km² bis 500 km². Er hat eine große Variation an Lauten, inklusive Brüllen, Miauen und Grunzen.

Ernährung

Der Jaguar ernährt sich von kleinen bis mittelgroßen Tieren. Zu seinen Nahrungsspektrum gehören Hirsche, Anacondas, Kühe, Pferde, Wildschweine, Tapire, Hunde, Füchse, Nager, Rinder, Fische, Schildkröten und andere größere oder kleinere Säugetiere. Er verspeist bis zu 25 Kg Fleisch.

Jagdverhalten

Es ist nicht allzu viel über das Jagdverhalten des Jaguars bekannt. Er läuft langsam durch den Wald und achtet auf Anzeichen von Beute, an der er sich dann heranpirscht und sie mit einen Sprung aus seinen Versteck oder Hinterhalt überrascht und erlegt. Der Jaguar tötet seine Beute anders als die anderen Katzen der Gattung Panthera, er beißt mit seinen Reißzähnen zwischen die Ohren durch die Schläfe des Schädels seiner Beute und durchbohrt dabei das Gehirn. Den Schädelbiss setzt der Jaguar hauptsächlich bei Säugetieren ein. Bei anderen springt der Jaguar auf die Rückseite und zerreißt die Halswirbelsäule mit der Folge einer sofortig eintretende Lähmung der Beute. Der Jaguar ist sogar in der Lage, den Panzer einer Schildkröte zu durchbeißen um dann das Fleisch herausreißen zu können. Bei kleinerer Beute, wie Hunde, reicht ein Prankenschlag aus um den Schädel zu zertrümmern.
Nach dem Töten trägt der Jaguar seine Beute zu einen abgelegenen Ort um sie dann zu verzehren. Er fängt damit bei den Nacken oder der Brust an.

Übergriffe auf den Menschen

Anders als die anderen vier Großkatzen, greift der Jaguar nur sehr selten den Menschen an. Die meisten Angriffe geschehen durch Jaguare in Gefangeschaft, meist ausgelöst durch Verängstigung.

Der Jaguar und der Mensch


Bildercredits

Jaguar von Prosper973


Dieser Artikel befindet sich in den Kategorien:
Katzen, Großkatzen, Bedrohte Arten, Lesenswert
Letzte Bearbeitung: 11:05, 30 Mar 2012 - Whitefoot

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